FWG/FDP: Unprofessionelles Vorgehen bei der Mülldeponieerweiterung für Ludwigshafen-Rheingönheim

Klaus Peter Nebel, Werkleiter der WBL seit März 2019, hat sich und das Vorhaben der Mülldeponieerweiterung in der Ortsbeiratssitzung am 11.9.2019 vorgestellt.

Leider gab es bei der Anfrage der SPD Rheingönheim über die erlaubten Materialien zum Deponieren keine transparente und vollumfassende schriftliche Information von der WBL für den Ortsbeirat. „Dank meiner eigenen Recherche und meine Befragungen von Gutachtern / Sachverständigen konnte ich hier die anwesenden Bürgerinnen und Bürgern aufklären“, stellt Dr. Mathias Weickert klar. Asbesthaltiger Beton, auch Eternit genannt, oder Schwermetalle wurden in der schriftlichen Erklärung der WBL unterschlagen. Diese dürfen nämlich auf der Deponie entsorgt werden. Meine Nachfragen im Ortsbeirat zu den Mengen an asbesthaltigem Beton von der Hochstraße Nord konnte leider nicht beantwortet werden. Gutachter gehen, bedingt durch das Alter der Hochstraße, von grob 20-30% aus. Falls dies bei uns zutreffen sollte, wären dies riesige Mengen. Bei unsachgemäßer, also nicht luftdichter Verpackung kann es ungewollt zur Staubbildung kommen, welche die angrenzende Bevölkerung im Neubruch direkt bedroht. Meine zweite Frage bezüglich der älteren Straßen, welche einen hochgiftigen Teerbelag besitzen, konnte auch nicht beantwortet werden. Die über die Jahre anfallende Menge entziehe sich leider seiner Kenntnis.

„Mit großem Schrecken konnte ich danach die Diskussion um das Laubfroschwäldchen und den Lösungsvorschlag der SPD Rheingönheim verfolgen“, gibt Dr. Mathias Weickert zu bedenken.

Wir mit unserer FDP/FWG Fraktion sind natürlich auch für den Erhalt des über 100 Jahre alten Laubfroschwäldchens!

Jedoch hat die SPD Rheingönheim eine deutliche Erhöhung des Deponiebergs ins Gespräch gebracht, obwohl die exakten Bauschuttmengen für die Deponie noch unbekannt sind. Der Werkleiter hat dies natürlich gleich begrüßt, weil somit das Problem mit dem Laubfroschwäldchen gelöst wäre. Die SPD hat geäußert, dass sich die Bürger zwischen einem höheren Müllberg oder dem Laubfroschwäldchen wohl entscheiden müssen. Die Frage nach dem Schattenwurf, bedingt durch den Müllberg, konnte natürlich keiner von uns für die Anwohner klären…

Die FDP/FWG Fraktion im Ortsbeirat ist sich im Klaren, dass bei den ungeklärten Fragen wie beispielsweise die anfallenden Mengen der einzelnen Stoffe, die Deponieerweiterung nicht gebaut werden darf. Im Ortsbeirat wurde auch leider kein Vertrauen zu dem Projekt von Seiten der WBL aufgebaut. So hat sich auch die Studie nach einem Standort für die Deponie bisher nur auf Ludwigshafen bezogen. Trotz der engen Bebauung und den großen Umweltbelastungen hier in Ludwigshafen

Beste Grüße,

Ortsbeiratsmitglieder

Dr. Mathias Weickert                   Dr. Thomas Schell

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